Verfasst am: 10.08.2026 01:49 Uhr Titel: Ausfahrt am 16.08.2026 (Krabat)
Lesezeit: 2,03 Min
Auf ein Neues! Die Temperaturen sollen am kommenden Sonntag deutlich weniger gewaltig sein. Es könnte also klappen!
Wer kennt sie nicht, die Sage von "Krabat, dem Zauberer" oder das auf dieser Geschichte basierende Buch "Krabat" von Ottfried Preußler.
Die Handlung ist angesiedelt im Koselbruch bei Schwarzkollm in der Lausitz. Und siehe da: diesen Ort gibt es tatsächlich. Und weil man so etwas natürlich hervorragend touristisch ausschlachten kann, wurde dort ein Nachbau der gruseligen "Schwarzen Mühle" errichtet.
Der Ort hat sich zu einem Besuchermagneten entwickelt. Es gibt viel zu sehen und es werden zahlreiche Veranstaltungen dort abgehalten. Beim Abfahren der Tour durfte ich zum Beispiel einer Dressurvorführung von Dackeln beiwohnen und dabei ein "schwarzes" Eis essen.
Es soll also in die Lausitz gehen. Wir werden uns aber nicht nur dem Massenspektakel anschließen, sondern zuvor auch die "Krabat-Säule" besuchen und sehen, dass an dieser Sage viel mehr dran ist, als nur der Stoff für Jugendliteratur.
Weil es nach Süd-Ost geht, starten wir von Adlershof. Und weil es eine etwas weitere Strecke ist, geht es eine Stunde früher als sonst los.
Wir treffen uns also am kommenden
Sonntag, dem 16. August 2026
ab 8.30 Uhr Abfahrt um 9.00 Uhr
am Treffpunkt Süd-Ost Adlershof
Drive In Volmerstraße 27 / Ecke Ernst-Ruska-Ufer, 12489 Berlin
Kleiner Hinweis: das "Bakers-Drive" heißt jetzt "Wiener Feinbäckerei".
Eine genaue Anfahrtbeschreibung findet Ihr im "Kleingedruckten" (blauer Text unten).
Hier schon einmal ein Blick auf die gesamte Tour (und natürlich die Möglichkeit, sich das Ganze herunterzuladen, um es auf das eigene Navi zu bringen).
Die Strecke hat satte 375 km. Deshalb werden die ersten 36 davon auf der Autobahn abgespult. Danach ist es eine sehr schöne Strecke. Wir werden die schönste aller Anfahrten in den Spreewald nehmen und dabei so interessante Flussläufe wie den "Roten Nil" oder den "Schiwa-Strom" passieren. Auf dem Rückweg sehen wir von der Ferne den stillgelegten Abraumbagger F60 in Lichterfeld und kurz davor einen gigantischen Aufbaukran für das weltweit größte Höhen-Windrad der Welt, das mit seiner Höhe von 365 Metern einmal mit einer 3,6 MW-Turbine konstant (dank der anhaltenden Höhenwinde) etwa 30-33 GWh Strom jährlich produzieren soll. Die Inbetriebnahme soll noch dieses Jahr stattfinden.
Enden wird die Tour in Dobbrikow, wo es dann noch einmal einen Kaffee geben wird.
Für das Mittagessen habe ich uns beim "Schwarzen Müller" angemeldet. Ich soll schon am Donnerstag die Teilnehmerzahl durchgeben. Deshalb ist der Anmeldeschluss schon am kommenden Donnerstag um 14 Uhr! Nach dem Essen haben wir Zeit für einen Rundgang über das Gelände. Eine Führung können wir zeitlich nicht mitmachen. Wer sich schon einmal umschauen möchte, kann hier herumsurfen.
Also 'ran an die Tasten: wer ist dabei?
Gruß Ron
Hinweis:
An der Tour kann jeder, der Spaß daran hat, teilnehmen. Bei den
Berlin-Brandenburg-Bikern gibt es keine Mitgliedschaft und auch
keinerlei Verpflichtungen. Deshalb ist jede/r herzlich willkommen.
Immer getreu dem Motto: wer da ist, fährt mit und wer nicht da ist,
ist dann eben das nächste Mal dabei. Beachte aber, dass immer eine
Anmeldung über das Forum erforderlich ist!
Die Treffpunkte für unsere Ausfahrten sind im Süden die Spinnerbrücke,
im Norden die Bäckerei Junge in Reinickendorf und die Scheune in Kremmen
sowie im Südosten das Bakersdrive in Adlershof. Anfahrt-Beschreibungen
findest Du hier:Click Me. Treffen ist in der Regel um 9.30 Uhr, Abfahrt
dann um 10.00 Uhr. Die Maschine muss vollgetankt sein. Rückkehr je
nach Länge der Tour zwischen 17.00-19.00 Uhr.
Wir sind an unseren gelben Schlüsselbändern zu erkennen. Wenn
Du neu bei uns bist, solltest Du einen Blick auf unsere Regeln für das
Fahren in der Gruppe werfen. Gerade wenn Leute, die sich nicht kennen,
das erste Mal zusammen fahren, erleichtert das die Verständigung sehr.
Die Regeln findest Du hier:Click Me.
_________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
So, das Essen ist reserviert. Und macht euch wegen des Wetters keine Sorgen: es soll nur am frühen Morgen leicht regnen. Dafür herrschen dann den Rest des Tages angenehm milde Temperaturen. Bis Sonntag! Und nicht vergessen: es geht schon um 9 Uhr los!
Gruß Ron _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
ich bin nicht dabei, es ist wegen dem Wetter. Ich weiß, es soll später aufhören und ich drücke die Daumen ,dass Ihr trocken bleibt und einen schönen Tag habt, dennoch habe ich jetzt für mich entschieden nicht zu fahren.
Liebe Grüße
Caro
Schade! Aber das Regenradar sagt deutlich, dass es in Berlin um 9 Uhr aufhören soll. Im Zielgebiet etwa eine Stunde später, also längst bevor wir dort eintreffen. Und den Rest des Tages ist es dann trocken und sonnig!
Also bis gleich in Adlershof!
Gruß Ron _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
Ich bin wieder gut zuhause gelandet.
Danke an Ron für die schöne Tour und an die Mitfahrer für den gemeinsamen Tag.
Fotos folgen.
Liebe Grüße vom Bandit Jörg _________________ Der Weg ist das Ziel und die Bergstraßen das Salz in der Bikersuppe.
Passend zum heutigen Thema gab es morgens nicht nur die üblichen Tourenbonbons, sondern noch ein passendes Andenken: ein unheimlicher (weil in der Nacht grünlich, gruselnd leuchtender) Rabe.
Irgendwie gruselig war das Wetter heute auch. Aber im besten Vertrauen auf die Wettervorhersage, dass es zum Start der Tour (heute schon zeitiger um 9 Uhr) aufhören sollte zu regnen, ließen wir den Tag angehen. Wir trafen uns in Adlershof.
Mit dabei waren heute Hans-Peter, Jörg, Ralf, Stefan, meiner Einer und als Neugewinn Hardy. Herzlich willkommen!
Nach Kaffee mit oder ohne Brötchen ging es ein paar Minuten nach 9 Uhr los.
Die feuchte Luft erzeugte wieder – wenn auch ungewollt – sehr künstlerische Bilder.
Die ersten Kilometer spulten wir auf der A113 ab, um uns dem Ziel gleich einen großen Schritt näher zu bringen. Und siehe da: gleich nach dem Berliner Ring war der Asphalt sofort trocken.
Aber als wir bei Teupitz Richtung Märkisch Buchholz wieder auf schmalere Asphaltpisten kamen,
mussten wir feststellen, dass der Wetterbericht zwar halbwegs die Wahrheit sagte, nämlich dass sich die Regenwolken nach Süd-Ost verziehen würden. Aber in unserem Vorwärtsdrang waren wir den abziehenden Wolken immer voraus und folgten so dem Niederschlag. Daher blieb es doch erst einmal untenherum feucht und von oben gab es in regelmäßigen Abständen eine Husche. So fuhren wir die erste Pause – unsere Einreihpause – an.
Gleich darauf ging es – begleitet von einem unglaublich starken Minz-Duft in der Luft – nach Schlepzig hinein, dem bekannten Spreewald-Ort.
Es ging weiter nach Süden, in Lübbenau vorbei an moderner Kunst.
Den Spreewald hatten wir nun hinter uns. Es ging daher weiter gen Süd-Ost in die Oberlausitz. Vorbei an Calau, Altdöbern, Neupetershain und Welzow war die Gegend sehr geprägt vom Tagebau und den weiten Regenerations-Flächen. Außerdem merkte man, dass es "sächsischer" wurde.
Hinter Hoyerswerda, Dörgenhausen und Keula fuhren wir in Wittichenau ein, unserem ersten Ziel. Inzwischen war es jetzt auch wirklich sonnig geworden und die kräftige Sonne wärmte angenehm, ohne gleich zu brennen, wie in den letzten Tagen.
Hier im Ort auf dem Marktplatz wollten wir uns die Krabat-Säule anschauen.
Neben den symbolhaften Figuren an der Säule fällt aber gleich der Mann dahinter auf.
Und sogar mit der Bibel im Arm, also nicht etwa einem Zauberbuch.
Mit ihm hatte es Folgendes auf sich:
Wer die Krabat-Geschichte verstehen will, muss zunächst etwas über die slawischen Volksgruppen erfahren: seit der Völkerwanderung (4.-6. Jahrhundert) leben in der Region zwischen der heutigen Mark Brandenburg und dem Freistaat Sachsen, also zwischen Nieder- und Oberlausitz, Nachkommen verschiedener slawischer Stämme. Insbesondere die der Lusizi (die der Namensgeber der Lausitz waren) und der Milzener, die heute Sorben (oder Wenden als Oberbegriff) genannt werden. Deren wichtigste Ansiedlung war ihre Hauptburg Budusin, aus der die heutige Stadt Bautzen hervorging.
Die Geschichte der Sorben auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches war nicht konfliktfrei. Sie litten unter Ausgrenzung der fränkischen und dann der deutschen Rückeroberer, die die östlichen Markungen wieder einnahmen. Vor allem während der Christianisierung wurden die slawischen Stämme massiv unterdrückt. Im Jahr 939 wurden 30 slawische Stammesfürsten bei einem Hinterhalt auf der Burg des Markgrafen Gero ermordet. Dieser Verstoß gegen das heilige Gastrecht – sie waren zu einem Festmahl eingeladen – führte zu einem Aufstand, der für die betroffenen Stämme in Folge zu einer noch größeren Unterdrückung führte.
Heute haben die Sorben/Wenden eine sichere Stellung in Deutschland. Sie sind als Minderheit anerkannt und genießen Schutzrechte. Aber die schwere Geschichte muss man kennen, wenn man die Bildung so mancher Sagen und Märchen verstehen will. So hat der Glaube an einen "Erlöser" und kommenden "Befreier" in vielen Volks- und Glaubensgemeinschaften schon immer eine wichtige Rolle in der Identitätsbildung eingenommen. So auch bei den Sorben. Hier hat initiiert von einer realen Person und der Zusammenreimung vieler einzelner tatsächlicher Begebenheiten, die mangels besseren Wissens schnell als geisterhafte oder wundersame Großtaten mündlich überliefert wurden, die Sage von "Krabat, dem großen Zauberer" entstehen lassen.
Heute ist die Geschichte vor allem durch die Bücher "Die schwarze Mühle" von Jurij Br?zan und ganz besonders durch den Roman "Krabat" von Otfried Preußler bekannt.
Aber die historische Person hierzu ist höchst wahrscheinlich ein – hier mit einem Denkmal verewigter – kroatischer Obrist namens Johann Schadowitz, geboren im Jahr 1624 in Agram (heute Zagreb), gestorben 29. Mai 1704 in Särchen, Oberlausitz). Aus "Kroate" wurde schnell "Krabat" (sorbisch: Chorvat) und er war ein auffälliger Geselle. Er war ungewöhnlich groß für diese Zeit und wurde stets in einer rötlich leuchtenden Uniform gesehen. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges tauchte er in der Gegend das erste Mal auf und schnell sprach man ihm wunderliche Handlungen zu. Nicht zuletzt hat er im Dienst des sächsischen Kurfürsten August I. (genannt der Starke) an den Türkenkriegen teilgenommen. Aber entgegen der Legende geriet dieser niemals in Gefangenschaft der Türken, aus denen er von Krabat mit Hilfe von Zaubereien hätte befreit werden können.
Zum Dank für seine Dienste – er war wohl ein Vertrauter des Kurfürsten – wurde Schadowitz geadelt und erhielt zudem das Vorwerk von Särchen zum Geschenk. Jetzt, als Johann von Schadowitz, wurde er weithin bekannt, denn dank seiner guten Vorbildung (er war von Jesuiten aufgezogen worden) gelang ihm die Trockenlegung seines sumpfigen Grundbodens und er fuhr danach reiche Ernten ein, die ihn schnell sehr vermögend machten. Dieses Vermögen nutzte er dazu, die angrenzenden Höfe an diesem Glück teilhaben zu lassen. Diese für das Volk unerklärlichen Erfolge schob man seinen "Zauberkünsten" zu und weil er regelmäßig großzügige Almosen verteilte und fast jeden Sonntag für jedermann sichtbar zum Kirchenbesuch nach Wittichenau ritt, galt er eben als guter Mensch, also als "guter Zauberer".
Er ist im Alter von 80 Jahren in Särchen gestorben, blieb unverheiratet und hatte daher keine Kinder. In der kroatischen Linie der Familie gibt es aber bis auf den heutigen Tag Angehörige. Das Gut Särchen fiel an das Kurfürstenhaus zurück und August der Starke verlieh es danach an eine seiner bekanntesten Mätressen, Maria Aurora Spiegel, genannt Fatima.
Die weitere Legendenbildung wurde (wie in allen Regionen der Welt) von örtlichen Besonderheiten begleitet. Dass es sich bei Krabat um einen Sohn (besser: Stiefsohn) eines Hirten gehandelt habe, lag wohl daran, dass ein richtiger "Erlöser" besonders arm sein musste. Hirten galten als sehr arm. Dass der große Kontrahent ausgerechnet ein Müller sein sollte, lag vielleicht daran, dass die Müller seit je her unter Generalverdacht standen. Nicht nur, dass sie nie als echte "Handwerker" galten (ihnen war eine Gilden- oder Zunft-Zugehörigkeit verboten), unterstellte man ihnen auch immer betrügerisches Verhalten, denn die Korn anliefernden Bauern glaubten stets, nicht genügend Mehl erhalten zu haben. Und dass eine Mühle schon immer etwas Gruseliges an sich hatte, mag seine Ursache in den stets abgelegenen Standorten gehabt haben, von denen weit in der Dunkelheit liegend, immer merkwürdige und angsteinflößende Geräusche herübertönten. Allgemein verstand man die Technik einer Wassermühle nicht. In deutschen Landen wurde diese Technik schon im ersten Jahrhundert vor Christi von den Römern eingeführt, also noch lange vor den ersten Windmühlen, die aus dem Mittelalter stammen. Dass die Wassermühlen je nach Wasserlauf (ob Unter- oder Oberwasser) eine enorme Kraft entfalten konnten, und das mit einem ordentlichen Krach verbunden war, machte sie dem einfachen Volk dubios.
Raben und Krähen waren den Leuten ebenfalls vertraut, wenngleich nicht minder unheimlich. Nicht nur wegen der schwarzen Farbe auf ebenso dunklem, sumpfigem Boden, fielen sie vor allem im Herbst auf und schnell wurden sie als Vorzeichen des Herbstes und im übertragenen Sinne des Ende des Lebens gedeutet. Ihr Rolle als Unglücksbote verdeutlichen bis heute die Begriffe "rabenschwarz", "Rabenmutter", "Galgenraben", "Rabenaas", "Unglücksrabe", etc.
Und tut man jetzt noch die makellose Liebe einer Mutter hinzu oder bei Preußler die der künftigen Braut, die einen verzauberten Menschen befreien könne, dann hat man genügend Rüstzeug für eine richtig tolle Geschichte.
Mehr soll zur Geschichte des Krabat hier nicht erzählt werden. Vielmehr sollte man sich – gerade in der kommenden dunklen Jahreszeit – das Vergnügen machen und die Geschichten selber lesen. Auch die filmische Umsetzung, zuletzt aus dem Jahr 2008 mit namhaften Darstellern wie David Kross, Daniel Brühl, Anna Thalbach und vielen mehr, lohnt sich anzusehen. Und das ganz besonders schon wegen der unglaublich einprägsamen Erzählstimme des unvergessenen Otto Sander.
Wir nutzten noch die Gelegenheit zu einem Gruppenfoto
und machten uns wieder auf den Weg.
Leider gibt es von jetzt an keine Fahrbilder mehr, weil die Powerbank, die den Akku der Helmkamera wieder hätte aufladen sollen, sicher zu Hause auf dem Esstisch lag und ihrerseits noch immer geladen wurde.
Wir näherten uns dem Hauptziel des heutigen Tages: der nachgebauten Krabat-Mühle. Unterwegs vorbei an "Teufelssteinen"
und auf dem Weg herumlungernden Raben.
Bei der "Krabat-Mühle" am Koselbruch in Schwarzkollm handelt es sich um einen von einem Verein getragenen Nachbau der legendären "Schwarzen Mühle". Entgegen anderslautenden Gerüchten ist dies aber nicht der Drehort für eine Verfilmung. Wohl aber hat das Film-Team aus 2008 dem Verein viele ihrer Original-Requisiten zur Verfügung gestellt. Das Gelände ist ein wahrer Besuchermagnet geworden. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Neben Ausstellungen und Vorführungen so im Sommer auch ein Freiluftkino. Mehr Infos finden sich hier: Click Me
Am Ziel angekommen, suchten wir als erstes das "Haus des Müllers" auf, das hiesige Restaurant. Wir hatten einen Tisch reserviert und konnten auf der Terrasse Platz nehmen.
Das Essen kam auch zügig und war lecker.
Jetzt wollten wir noch das Gelände erkunden.
Also ging es erst einmal zur Mühle.
Mit einem Münzeinwurf konnte man das Rad für fünf Minuten in Bewegung versetzen.
Das Innere versprach auch interessant zu werden.
Auch die oberen Etagen wurden in Augenschein genommen.
Hier die Betten der Müllersburschen.
Hier Proben der in einer solchen Mühle gemahlenen verschiedenen Kornsorten.
Und zum Schluss noch der Hauptraum,
und natürlich durfte die Müllerstube nicht fehlen, in der der böse Müller seine Gehilfen in der Schwarzen Kunst unterrichtete.
Dabei wurde stets aus dem großen Zauberbuch, dem "Koraktor" vorgelesen.
Wir streiften noch kurz über das Gelände,
nutzten die Gelegenheit für Broteinkäufe und leisteten und auch noch ein "schwarzes" Eis.
Danach ging es dann wieder Richtung Heimat. Wir fuhren nach einem Tankstopp über Bernsdorf, Ruhland und Schipkau und bekamen westlich davon die Baustelle eines Höhenwindrades zu sehen. Das dann aktuell höchste Windrad der Welt soll noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden. Mit seiner Höhe von 365 Metern soll es mit einer 3,6 MW-Turbine konstant (dank der anhaltenden Höhenwinde) etwa 30-33 GWh Strom jährlich produzieren.
Kurz darauf passierten wir das Besucherbergwerk der F60 bei Lichterfeld, einem ehemaligen Abraumbagger.
Zwischendurch gab es noch eine kurze Pause,
bevor wir über Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain, Lebusa, Dahme/Mark, Petkus, Ließen, Stülpe, Luckenwalde, Berkenbrück und Hennickendorf schließlich Dobbrikow mit seiner Scheuen erreichten.
Bei Kaffee, Kuchen und Eis ließen wir den Tag hier ausklingen. Mit 375 km war diese Tour etwas länger als sonst, insgesamt etwas feuchter als sonst und dennoch wieder ein Erlebnis mit einem interessanten Thema. Und wie gesagt: die Bücher "Krabat" von Otfried Peußler, "Die schwarze Mühle" von Jurij Br?zan und die originale Sage in "Meister Krabat, der gute sorbische Zauberer" von M?rcin Nowak-Neumann sind beste Lese-Empfehlungen!
Bis zum nächsten Mal!
Gruß Ron _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
Der tolle und sehr ausführliche Bericht verlangt nochmal einen besonderes "DANKESCHÖN" an Ron und macht neugierig auf die nächste Tour.
Liebe Grüße vom Bandit Jörg _________________ Der Weg ist das Ziel und die Bergstraßen das Salz in der Bikersuppe.